Manuka Honig Wirkung – und welche Alternativen es gibt
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Wenn man zum ersten Mal von Manuka Honig hört
In den letzten Jahren taucht ein bestimmter Honig immer wieder auf, wenn es um natürliche Gesundheit geht: Manuka Honig.
Viele Menschen in der Schweiz entdecken ihn zum ersten Mal durch Empfehlungen von Freunden, durch Artikel im Internet oder auch in Apotheken. Oft geht es dabei um Fragen wie:
- Hilft Manuka Honig bei Husten?
- Ist er besonders gut für das Immunsystem?
-
Und warum kostet ein Glas manchmal deutlich mehr als anderer Honig?
Wer sich ein wenig damit beschäftigt, merkt schnell: Manuka Honig hat einen besonderen Ruf. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Fragen. Denn viele Menschen beginnen sich zu fragen, ob Manuka wirklich der einzige Honig mit besonderen Eigenschaften ist – oder ob es auch andere Sorten gibt, die ähnlich interessant sind.
Genau hier lohnt es sich, einen Schritt zurückzugehen und die Dinge etwas genauer anzuschauen. Denn Honig ist ein erstaunlich vielfältiges Naturprodukt. Und manchmal entdeckt man erst dann, wie gross diese Vielfalt ist, wenn man über den bekanntesten Namen hinausblickt.
Warum Manuka Honig so bekannt geworden ist

Manuka Honig stammt aus Neuseeland und Teilen Australiens. Die Bienen sammeln dabei Nektar aus den Blüten der Manuka-Pflanze (Leptospermum scoparium), einem Strauch, der in dieser Region heimisch ist.
Schon seit vielen Jahren wird dieser Honig wissenschaftlich untersucht, vor allem wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften. Eine Verbindung namens Methylglyoxal (MGO) spielt dabei eine wichtige Rolle. Dieser Stoff wird häufig als Messwert verwendet, um die antibakterielle Aktivität von Manuka Honig zu beschreiben.
Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Honig tatsächlich antibakterielle Eigenschaften besitzen kann. Einen Überblick über diese Forschung findet man zum Beispiel bei der National Library of Medicine, die Studien über die medizinischen Eigenschaften von Honig veröffentlicht hat.
Auch medizinische Organisationen wie die Mayo Clinic erklären, dass Honig traditionell zur Linderung von Husten eingesetzt wird und in bestimmten Fällen hilfreich sein kann.
Durch diese Kombination aus Forschung, Vermarktung und internationaler Nachfrage hat Manuka Honig weltweit grosse Aufmerksamkeit erhalten.
Ist Manuka Honig wirklich gesünder als andere Honige?
Diese Frage stellen sich viele Menschen, sobald sie sich intensiver mit Honig beschäftigen.
Die ehrliche Antwort lautet: Manuka Honig ist besonders gut untersucht – aber nicht der einzige Honig mit bioaktiven Eigenschaften.
Honig besteht nicht nur aus Zucker. Je nach Herkunft enthält er auch:
- natürliche Enzyme
- Antioxidantien
-
pflanzliche Verbindungen (Phenole)
-
antibakterielle Komponenten
Welche dieser Stoffe in welchem Honig vorkommen, hängt stark davon ab, von welchen Pflanzen die Bienen den Nektar sammeln.
Das bedeutet: Auch andere Honige können interessante Eigenschaften haben. Tatsächlich zeigen wissenschaftliche Studien, dass verschiedene Honigsorten unterschiedliche Mengen an Antioxidantien enthalten können.
Wer sich tiefer dafür interessiert, wie Honig grundsätzlich auf den Körper wirken kann, findet eine ausführlichere Erklärung im Artikel Wirkung von Honig auf die Gesundheit.
TA-Honig erklärt – ein anderes System zur Messung von Aktivität

Während bei Manuka Honig häufig der MGO-Wert verwendet wird, gibt es bei anderen bioaktiven Honigen eine andere Messmethode: TA, oder Total Activity.
TA beschreibt ebenfalls die antibakterielle Aktivität eines Honigs, wird aber bei verschiedenen Honigsorten angewendet, die nicht aus der Manuka-Pflanze stammen.
Typische Werte können zum Beispiel sein:
- TA 20+
-
TA 35+
-
TA 60+
Diese Zahlen geben einen Hinweis darauf, wie stark die bioaktive Wirkung eines Honigs im Labor gemessen wurde.
Für Verbraucher bedeutet das vor allem: Auch ausserhalb von Manuka gibt es Honige, deren Aktivität wissenschaftlich untersucht wird.
Bioaktive Honige ausserhalb von Manuka

Wenn man beginnt, sich intensiver mit Honig zu beschäftigen, entdeckt man schnell, dass verschiedene Regionen der Welt ganz eigene Honigsorten hervorbringen.
Einige Beispiele sind:
Jarrah Honig
Jarrah Honig stammt aus Australien und wird aus den Blüten des Jarrah-Baumes gewonnen. Er ist bekannt für seine vergleichsweise hohe natürliche Aktivität und einen milden, leicht karamelligen Geschmack.
Marri Honig
Marri Honig ist ebenfalls eine australische Sorte. Er hat eine kräftigere, leicht nussige Aromatik und wird wegen seines Gehalts an Antioxidantien geschätzt.
Eucalyptus Honig
Eucalyptus Honig ist besonders aromatisch und wird traditionell häufig bei Erkältungen oder Halsbeschwerden verwendet.
Wer neugierig ist, verschiedene dieser Honige kennenzulernen, kann bei Reformwelt bioaktive Honigsorten entdecken.
Vergleich: Manuka vs Jarrah vs Marri Honig
|
Eigenschaft |
Manuka Honig |
Jarrah Honig |
Marri Honig |
|
Herkunft |
Neuseeland und Australien |
Westaustralien |
Westaustralien |
|
Pflanze |
Manuka-Strauch (Leptospermum scoparium) |
Jarrah-Baum (Eucalyptus marginata) |
Marri-Baum (Corymbia calophylla) |
|
Messsystem |
MGO (Methylglyoxal) |
TA – Total Activity |
TA – Total Activity |
|
Typische Aktivitätswerte |
z. B. MGO 100–550+ |
z. B. TA 20–50+ |
z. B. TA 20–35+ |
|
Geschmack |
kräftig, leicht medizinisch, aromatisch |
mild, karamellig |
vollmundig, leicht nussig |
|
Farbe |
dunkel bernsteinfarben |
goldbraun |
dunkler Bernstein |
|
Preisniveau |
meist sehr hoch |
moderat bis gehoben |
moderat |
|
Besonderheiten |
weltweit bekannt und intensiv erforscht |
natürliche antibakterielle Aktivität |
reich an Antioxidantien |
|
Typische Verwendung |
Halsbeschwerden, Husten, allgemeines Wohlbefinden |
Alltagshonig mit bioaktiven Eigenschaften |
aromatischer Honig für Tee und Speisen |
Warum Manuka Honig oft so teuer ist
Ein weiterer Punkt, der viele Menschen überrascht, ist der Preis von Manuka Honig.
Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle.
Begrenzte Herkunft
Manuka wächst nur in bestimmten Regionen. Die Produktion ist daher geografisch eingeschränkt.
Hohe internationale Nachfrage
Manuka Honig wird weltweit exportiert und gilt vielerorts als Premiumprodukt.
Zertifizierung und Qualitätskontrollen
Der Markt ist stark reguliert, um sicherzustellen, dass Produkte tatsächlich echten Manuka Honig enthalten.
Marketing und Export
Internationale Vermarktung, Transport und Zertifizierung tragen ebenfalls zum Preis bei.
All diese Faktoren können dazu führen, dass ein Glas Manuka Honig deutlich teurer ist als andere Honigsorten.
Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass andere Honige weniger interessant sind – sondern oft einfach, dass sie aus anderen Regionen stammen und unter anderen Marktbedingungen produziert werden.
Geschmack und Herkunft – Honig ist auch eine Frage der Landschaft
Wenn wir über Honig sprechen, denken viele Menschen zuerst an gesundheitliche Eigenschaften. Doch Honig ist auch ein kulinarisches Produkt.
Jede Sorte spiegelt die Landschaft wider, aus der sie stammt.
Jarrah Honig kann beispielsweise eine sanfte Karamellnote haben.
Marri Honig wirkt oft kräftiger und aromatischer.
Eucalyptus Honig hat häufig eine leicht herbe, pflanzliche Note.
Viele Menschen entdecken deshalb irgendwann, dass Honig ähnlich vielseitig sein kann wie Kaffee oder Wein. Unterschiedliche Blütenquellen bringen ganz eigene Geschmacksprofile hervor.
Wann Menschen gezielt nach Manuka Honig suchen
Die meisten Menschen suchen nach Manuka Honig aus einem ganz bestimmten Grund: Sie möchten einen Honig mit besonderen Eigenschaften für Gesundheit und Wohlbefinden.
Häufige Gründe sind:
-
Unterstützung bei Erkältungen
-
Linderung von Halsbeschwerden
-
allgemeine Stärkung des Immunsystems
-
natürliche Hausmittel im Alltag
Gerade bei Husten wird Honig seit Generationen verwendet. Mehr dazu erklären wir im Artikel Honig bei Husten – Studien & Anwendung.
Auch medizinische Institutionen wie die Cleveland Clinic weisen darauf hin, dass Honig bei Kindern über einem Jahr helfen kann, nächtlichen Husten zu lindern.
Welcher Honig ist am gesündesten?

Diese Frage taucht fast immer auf, wenn Menschen beginnen, sich mit verschiedenen Honigsorten zu beschäftigen.
Die einfache Antwort lautet: Es gibt nicht den einen „gesündesten“ Honig.
Vielmehr hängt es von verschiedenen Faktoren ab:
-
der Pflanzenquelle
-
der Verarbeitung
-
der Frische
-
der Authentizität des Produkts
Viele Experten empfehlen deshalb, auf folgende Punkte zu achten:
-
möglichst naturbelassener Honig
-
klare Herkunft
-
hochwertige Verarbeitung
-
transparente Qualitätsangaben
Diese Kriterien helfen oft mehr bei der Auswahl als ein einzelner Markenname.
Warum viele Familien heute Alternativen zu Manuka entdecken
In den letzten Jahren haben viele Menschen begonnen, auch andere Honigsorten zu erkunden.
Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Manuka Honig ist häufig relativ teuer. Gleichzeitig entdecken immer mehr Menschen, dass auch andere Honige interessante Eigenschaften haben können.
Ein weiterer Aspekt ist die Vielfalt: Jede Honigsorte erzählt ein Stück der Landschaft, aus der sie stammt.
Für viele Familien wird Honig deshalb wieder zu dem, was er ursprünglich war – ein natürliches Lebensmittel, das man gerne mit anderen teilt.
Als Familienunternehmen legt Reformwelt besonderen Wert darauf, Honigsorten anzubieten, die nicht nur interessant, sondern auch nachvollziehbar in Herkunft und Qualität sind.
Häufige Fragen zu Manuka Honig
Ist Manuka Honig wirklich gesünder als anderer Honig?
Manuka Honig ist gut erforscht und kann eine starke antibakterielle Aktivität haben. Gleichzeitig gibt es auch andere Honige mit interessanten bioaktiven Eigenschaften.
Was bedeutet MGO bei Manuka Honig?
MGO steht für Methylglyoxal, eine Verbindung, die mit antibakterieller Aktivität in Zusammenhang gebracht wird.
Gibt es Alternativen zu Manuka Honig?
Ja. Verschiedene Honigsorten aus anderen Regionen, wie zum Beispiel Jarrah oder Marri Honig, können ebenfalls bioaktive Eigenschaften haben.
Warum ist Manuka Honig so teuer?
Der Preis hängt mit begrenzter Produktion, globaler Nachfrage und aufwendigen Zertifizierungen zusammen.
Fazit: Die Welt des Honigs ist grösser als ein Name
Manuka Honig hat sich seinen Ruf als besonderer Honig verdient. Gleichzeitig zeigt ein genauerer Blick, dass die Welt des Honigs viel vielfältiger ist.
Verschiedene Pflanzen, verschiedene Landschaften und verschiedene Bienen bringen eine erstaunliche Bandbreite an Honigen hervor.
Wer sich darauf einlässt, entdeckt oft etwas Spannendes: Manchmal liegen interessante Alternativen nicht am anderen Ende der Welt – sondern einfach in einer weniger bekannten Honigsorte.
Und genau darin liegt vielleicht der schönste Teil dieser Entdeckungsreise.